Insektenstiche: wenn es juckt und brennt

Beim Ausflug an den See oder bei einem schönen Picknick sind sie meistens kaum zu vermeiden: Insektenstiche. Doch auch Zuhause auf dem Sofa oder sogar im Bett lauern mitunter blutsaugende Insekten. Ihnen allen gemeinsam: ihre Stiche jucken oder brennen häufig und können in manchen Fällen sogar Allergien auslösen oder Krankheiten übertragen.

Charakteristisches Aussehen von Insektenstichen

Sogenannte Stechinsekten befallen Menschen meistens, um an ihr Blut heranzukommen – denn viele von ihnen sind darauf als Nahrung angewiesen. Dabei gibt es fliegende Arten (wie Mücken oder Bremsen) sowie diejenigen, die sich krabbelnd fortbewegen (beispielsweise Zecken oder Wanzen). Je nach Art des Insekts können die Stiche unterschiedlich aussehen. Charakteristisch ist oft:

  • Brennen und/oder Jucken
  • gerötete Haut rund um den Einstich
  • eine leichte Schwellung
Junge kühlt seinen Insektenstich mit einem KühlakkuHäufig können Betroffene in der Mitte der Hautveränderung zudem eine kleine Einstichstelle erkennen, seltener treten Schmerzen auf. Anhand des Aussehens oder der Anordnung der Insektenstiche lässt sich häufig schon eine Vermutung anstellen, welches (blutsaugende) Insekt gestochen hat. Liegen mehrere kleine Stiche eng beieinander, spricht das zum Beispiel für Flöhe. Bei Bettwanzen sehen die Stiche ähnlich aus, allerdings bluten sie ein klein wenig – daher findet sich hierbei oft Blut auf der Bettwäsche.

Die Beschwerden werden durch bestimmte Substanzen im Speichel der Blutsauger ausgelöst, die eigentlich die Blutgerinnung verlangsamen sollen. Der Körper reagiert darauf jedoch unterschiedlich stark allergisch.

Manche Insekten stechen übrigens nicht zu, um an das Blut zu kommen, sondern um sich zu schützen. Besonders Wespen sind im Sommer weit verbreitet und von kaum einem Frühstück auf der Terrasse wegzudenken – denn sie werden von den Speisen angelockt. Schlägt man nach ihnen, um sie zu vertreiben, kann es passieren, dass sie zur Verteidigung zustechen. Ihre Stiche sind meist sehr schmerzhaft und können mit deutlichen Schwellungen verbunden sein.

Vorsicht vor Krankheiten und Allergien durch Insektenstiche

Beschwerden wie Jucken oder eine leichte Schwellung sind zwar lästig, meist jedoch nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Schlimmer ist es, wenn durch den Insektenstich Krankheitserreger übertragen wurden. In Deutschland ist dafür vor allem die Zecke bekannt – denn ein Stich von ihr kann Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) nach sich ziehen.

Allergien treten bei allen Arten von Insektenstichen auf, sind jedoch besonders bei giftigen Stichen gefährlich – das betrifft zum Beispiel die Stiche von Bienen, Hummeln oder Wespen. Die allergische Reaktion des Körpers auf den Insektenstich kann in diesen Fällen sogar bis zu einem anaphylaktischen Schock führen, also zu einer sehr schweren, möglicherweise sogar lebensgefährlichen Form einer allergischen Reaktion. Doch auch Schmerzen und Schwellungen sind typisch und für den Gestochenen sehr unangenehm.

Was hilft bei einem Insektenstich?

Bei blutsaugenden Insekten wie Mücken oder anderen Stechfliegen geht es in erster Linie darum, den Juckreiz zu bekämpfen. Dabei können kalte Umschläge oder Kühlpads helfen, die auf die betroffene Stelle gelegt werden. Außerdem gibt es in der Apotheke verschiedene Cremes oder Gele mit Antihistaminika, die ebenfalls den Juckreiz bei Insektenstichen lindern sollen. Bei Zecken ist es wichtig, den Blutsauger zunächst fachmännisch zu entfernen. Dabei ist eine spezielle Zeckenzange das richtige Werkzeug. Wer unsicher ist, kann sich in der Apotheke oder bei seinem Hausarzt helfen lassen. Hat dagegen eine Biene oder Wespe zugestochen, befindet sich häufig noch der Stachel in der Haut. Diesen gilt es zunächst vorsichtig zu entfernen. Anschließend ist der Insektenstich zu kühlen. Doch Vorsicht: Besteht der Verdacht auf eine allergische Reaktion oder wurden Sie im Bereich des Gesichts gestochen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Als Sofortmaßnahme bei einem Wespenstich im Mund, zum Beispiel an der Zunge, hilft es zudem, Eiswürfel zu lutschen oder kalte Umschläge um den Hals zu legen – denn dies bekämpft die Schwellung.

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