Bettwanzen: kleine Blutsauger mit großer Wirkung

Bettwanzen stechen häufig unbemerkt zu. Zwei Bettwanzen auf einer Matratze: winzige Parasiten Sie kommen in der Regel nachts, wenn man schläft, und werden durch Körperwärme und ausgeatmetes Kohlendioxid angelockt. Sie stechen uns, saugen unser Blut und hinterlassen häufig juckende Quaddeln: Bettwanzen. Bettwanzen sind Insekten, die sich – ähnlich wie Mücken – von Menschenblut ernähren. Sie sind nur papierdünn, und ausgewachsene Tiere erreichen eine Größe von maximal neun Millimetern. Somit werden Bettwanzen häufig gar nicht oder erst sehr spät entdeckt und können sich ungehindert vermehren. Ein Bettwanzenweibchen legt in seinem Leben bis zu 500 Eier. Bettwanzen sind nur nachts aktiv und ziehen sich tagsüber an dunkle, trockene Stellen zurück. Sie finden sich vor allem im Bett, in der Bettwäsche, im Bettgestell und zwischen Lattenrosten. Nachts kommen sie hervor und suchen unbekleidete Hautstellen ihres Wirtes, um ihren Hunger zu stillen. Sie injizieren beim Stich ein Betäubungsmittel, sodass das Opfer meist nichts vom Stich mitbekommt.

Bettwanzenstiche ähneln Flohstichen

In einigen Fällen bleiben die Stiche von Bettwanzen unbemerkt. Treten jedoch mehrere Stiche auf oder werden Inhaltsstoffe aus dem Speichel der Bettwanzen nicht vertragen, können die Stiche zu Rötungen oder Quaddeln führen und teils starken, unangenehmen Juckreiz auslösen. Dabei ähneln Bettwanzenstiche den Stichen von Flöhen. Bei beiden Parasiten treten die Stiche in Reihen auf und es finden sich meist mehrere Stiche direkt nebeneinander.

Bettwanzen – ein echtes Problem auf Fernreisen

Wer jetzt seinen nächsten Urlaub plant, sollte sich vorab darüber informieren, ob sein Reiseziel bettwanzenfrei ist. Denn die Insektenplage ist keineswegs nur ein Problem der Dritte-Welt-Länder. Die USA beispielsweise kämpfen seit längerem gegen die Invasion der Bettwanzen. Vor allem in New York steigt die Anzahl der „Wanzenattacken“ stetig an. Eine wissenschaftliche Studie hat herausgefunden, dass Bettwanzen äußerst resistent gegen die meisten Insektizide geworden sind. Schädlingsbekämpfer können somit häufig bei Bettwanzenbefall kaum mehr helfen. Fernreisende sollten sich also darauf einstellen, dass sie an ihrem Urlaubsort von Bettwanzen heimgesucht werden können, und vorsichtshalber Mittel gegen Bettwanzenstiche mitnehmen.