Ablauf eines Zeckenstiches bzw. Zeckenbisses

Zecke (Holzbock) lauert auf einem Grashalm auf einen Wirt, den sie stechen oder beißen kann

Zecken haben ihr Stech- und Saugwerkzeug am Kopf. Zecken ritzen mit ihrem Mundwerkzeugen, den sogenannten Cheliceren, die Haut des Wirtes auf. Danach schieben Zecken ihr Stechwerkzeug, das sogenannte Hypostom, in die Wunde und saugen das Blut auf, das austritt. Deswegen muss man auch korrekterweise von einem Zeckenstich reden und nicht – wie allgemein gebräuchlich – von einem Zeckenbiss. Das Hypostom ist mit Widerhaken versehen, so dass die Zecken nicht einfach wieder abfallen. Deswegen müssen Sie nach einem Zeckenstich auch vorsichtig die Zecken entfernen. Sonst können Teile der Widerhaken in der Wunde verbleiben und sich entzünden.

Perfide Taktik: Entzündungshemmung & Betäubung bei einem Zeckenbiss

Damit die Zecken während des Saugens Luft bekommen, befinden sich die Atemöffnungen der Zecken hinter den Hinterbeinen. Zecken geben bestimmte Stoffe in die Einstichstelle, wie zum Beispiel einen Entzündungshemmer. Zecken benutzen, wie auch Stechmücken, einen Gerinnungshemmer. Da Zecken mehrere Tage an ihren Wirten hängen und Blut saugen, ist es dringend notwendig, gerinnungshemmende Stoffe in die Wunde abzugeben, da sonst das Blut im Hypostom gerinnen könnte und die Zecke keine weitere Nahrung mehr bekommen würde.

Außerdem betäubt die Zecke die Einstichstelle. Ein Zeckenbiss ist „gröber“ als ein Insektenstich. Die Beißwerkzeuge sind größer und die Widerhaken würden beim Wirt Schmerzen verursachen.

Zeckenspeichel als Klebstoff: Infektionsquelle bei einem Zeckenbiss

Die Zecke muss möglichst lang unbemerkt bleiben, damit sie so viel Blut wie möglich aufnehmen kann. Die meisten Zeckenarten benutzen eine Art „Kleber“, der das Hypostom mit der Haut des Wirtes verklebt. Durch diese Stoffe, die über den Speichel in die Wunde des Wirtes gelangen, werden auch die Krankheitserreger übertragen. Diese lassen die Krankheiten durch Zeckenbisse ausbrechen.

Zecken bleiben bis zu 15 Tagen an ihren Wirten haften und saugen sich voll, bis sie genügend Blut aufgenommen haben.

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