Zecken bei Haustieren

Katze im hohen Gras: erhöhte Gefahr von Zeckenstichen und Zeckenbissen

Klein und gemein sind alle Vertreter der Zeckenfamilie. Drei Arten befallen mit Vorliebe Haustiere: Der Holzbock, die Braune Hundezecke und die Auwaldzecke. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe und ihren Lebensgewohnheiten, aber nicht darin, wie die Zecke entfernt werden muss.



Zecken bei Hunden & Katzen: auf die Zeckenart kommt es an

Wichtig ist die Bestimmung der Zeckenart, um festzustellen, woher der Befall stammt bzw. mit welchen Krankheiten beim Haustier nach dem Zeckenbiss gerechnet werden muss. So stammt z.B. die Braune Hundezecke ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und kann bei uns nur in beheizten Räumen und Häusern überleben. Ist Ihr Haustier mit dieser Zecke befallen, wird der Befall sich immer wieder wiederholen, bis die Nester der Zecke gefunden und abgelegte Eier zerstört sind. Im Zweifelsfall kann der Tierarzt die Bestimmung der Zecke durchführen.

Krankheiten durch Zeckenbisse bei Haustieren

Auch die von Zecken auf Mensch und Tier übertragenen Krankheiten unterscheiden sich je nach Art der Zecke. Eine Auskunft darüber, welche Art von Zecke den Biss verursacht hat, kann Aufschluss darüber geben, welche Krankheit zu behandeln ist. Bei Haustieren häufige Krankheiten sind vor allem FSME, Borreliose, Babesiose („Hundemalaria“), Hepatozoonose und Ehrlichiose bzw. Anasplasmose (beide als Zeckenfieber bekannt). Die Leishmaniose wird nicht durch Zecken, sondern durch Sandmücken übertragen. Generell gilt, dass jede auffällig aussehende Zeckenstichstelle vom Tierarzt untersucht werden sollte, vor allem bei Rötungen, Reizungen oder Entzündungen. Das gilt vor allem, da Haustiere wie Menschen unter einer Zeckenbissallergie leiden können.

Zeckenimpfung, Hausmittel & Co.: so schützen Sie Ihr Tier vor Zeckenstichen

Impfungen gegen von Zecken übertragene Krankheiten gibt es für Haustiere kaum. Daher ist der richtige Zeckenschutz die wichtigste Maßnahme. Hunde sollten nach jedem Spaziergang auf Zecken abgesucht werden, alle anderen Haustiere regelmäßig nach Freigängen. Bei langhaarigen Tieren wird dazu das Fell gescheitelt und das Haustier dann Stück für Stück nach Zecken abgesucht. Gefundene Zecken sollten umgehend entfernt werden.

Chemische Vorbeugemethoden sind Zeckenschutzhalsbänder bzw. Sprays und Spot-On (Mittel zum Auftragen auf die Haut). Als Hausmittel zum Schutz von Hunden gegen Zecken ist vor allem Knoblauch bekannt. Dies wird von den meisten Hunden gut vertragen, manche Tiere sind allerdings gegen den Wirkstoff des Knoblauchs allergisch. Andere Hunde fressen Knoblauchpräparate nicht, da sie den Geruch nicht mögen.