Körperbau von Insekten: Brust oder Thorax

Mosquito sitzt auf einem Blatt mit ausgebreiteten Flügeln

Die Brust der Insekten, auch Thorax genannt, besteht aus drei Segmenten, die jeweils ein Beinpaar tragen. Die drei Brustsegmente teilen sich in die Vorderbrust (Protothorax), Mittelbrust (Mesothorax) und Hinterbrust (Methathorax) auf. Der Brustabschnitt der Insekten enthält den gesamten Bewegungsapparat und ist deshalb zum Großteil mit Muskeln ausgefüllt. Bei Fluginsekten entspringen seitlich aus den hinteren beiden Brustsegmenten zwei Flügelpaare. Anders als bei den Vögeln und Fledermäusen sind die Flügel bei den Insekten aber nicht durch Umbildung von Gliedmaßen entstanden, sondern als Ausstülpung der Brust-Außenhaut. Insekten haben also, auch wenn sie Flügel tragen, stets sechs Beine. Die Beine werden vielfach nicht nur zur Fortbewegung genutzt, sondern übernehmen noch andere Aufgaben. Zum Beispiel nützt die Honigbiene ihre Beine zum Sammeln von Blütenpollen. Die Beine bestehen aus vielen Gliedern, die miteinander durch Gelenke, Muskeln, Nerven und Blutgefäßen verbunden sind. Dieser Aufbau ermöglicht den Insekten die unterschiedlichsten Bewegungen.

Die Flügel werden durch starke Muskeln in der Brust bewegt und sind ein weiteres wichtiges Bestimmungsmerkmal der Insekten (einem Fingerabdruck ähnlich). Die Flügelflächen sind mit Adern durchsetzt und von Blutgefäßen, Tracheen (Luftkanäle) und Nerven durchzogen. Die Flächen zwischen den Adern werden auch Zellen genannt.

Informationen über Kopf und Hinterleib der Insekten:
Kopf
Hinterleib