Mückenstiche übertragen vor allem in tropischen Ländern Krankheiten

Tropischer Regenwald: erhöhte Gefahr von Krankheiten durch Tropenmücken

Mückenstiche können nicht nur lästig, sondern auch gefährlich werden. Bei manchen Stechopfern lösen Mückenstiche allergische Reaktionen aus. Weitaus gefährlicher sind Mückenstiche, bei denen Krankheitserreger übertragen werden und Infektionen die Folge sind. In einigen Teilen Europas, sowie in tropischen und subtropischen Ländern, übertragen Stechmücken verschiedene Krankheiten. Daher besteht die Gefahr, eine Infektion zunächst unbemerkt aus dem Reiseland mit nach Hause zu bringen. Somit sollte sich jeder Urlauber vor seiner Reise über die Folgen von Mückenstichen bewusst werden und sich über potenzielle Krankheiten und Gefahren, die von Stechmücken ausgehen können, erkundigen. Informationen erhalten Sie dazu beim Auswärtigen Amt oder der Reisemedizinischen Länderinformation.

Eine Übertragung von Krankheitserregern durch Mückenstiche ist hierzulande noch nicht nachgewiesen. Allerdings tauchen auch in Deutschland Stechmücken auf, die ursprünglich in tropischen und subtropischen Gebieten beheimatet waren (wie z.B. die Asiatische Tigermücke). Durch das allgemein mildere Klima können sich somit nicht nur die Stechmücken ausbreiten, sondern auch die Krankheitserreger.

Mückenstiche mit Folgen: Stechmücken übertragen Krankheiten

Jahr für Jahr sterben Millionen Menschen an Malaria, die durch Fiebermücken (Anopheles-Arten) übertragen werden kann. Das Tückische bei einer Infektion mit Malaria: Die Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf und Gliederschmerzen ähneln einer Grippe und treten häufig erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub auf. Die Inkubationszeit beträgt unter Umständen bis zu vier Wochen.

Weitere Krankheiten, die durch Mückenstiche übertragen werden können:

  • Das Gelbfieber kommt in Afrika und Lateinamerika vor und wird durch Gelbfiebermücken übertragen. Eine Impfung für betroffene Länder ist notwendig. Zu den Symptomen der Erkrankung gehören hohes Fieber und Phasen, in denen kein Fieber auftritt (ähnliche Symptome wie bei Malaria). Die Krankheit kann zu erheblichen Organschädigungen, insbesondere der Leber, führen.
  • Das Dengue-Fieber ist in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet und wird durch Tigermücken übertragen. Eine Impfmöglichkeit gibt es bisher nicht. Auch bei dieser durch Viren übertragbaren Krankheit treten grippeähnliche Symptome und Hautausschläge auf. Das Dengue-Fieber verläuft selten tödlich.
  • Leishmaniose tritt in den Tropen, dem östlichen Afrika, im Mittelmeerraum und Asien auf und wird durch Sandmücken übertragen. Die Krankheit wird durch Protozoen (einzellige Kleinstlebewesen) ausgelöst, welche die Haut (Geschwüre auf der Haut), die Schleimhäute oder innere Organe befallen können.
  • Das West-Nil-Fieber kommt weltweit vor. Meistens verläuft die Erkrankung unbemerkt und ohne spürbare Symptome. In seltenen Fällen treten Fieber, Kopf- und Augenschmerzen bis hin zu Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) oder Meningitis (Hirnhautentzündung) auf.
  • Das Rift-Valley-Fieber wird vor allem in den tropischen Teilen Afrikas durch Mückenstiche übertragen, eine Schutzimpfung ist möglich. Bei der Krankheit treten ebenfalls grippeähnliche Symptome auf. Das Rift-Valley-Fieber kann zum Erblinden und zu Leberschäden führen.
  • Japanische Enzephalitis wird vor allem in Indien, Fernost und Russland durch Mückenstiche übertragen, eine Impfung ist möglich. Die Krankheit ruft eine Hirnhautentzündung hervor, die zu bleibenden Schäden am Nervensystem führen kann.