Leishmaniose-Symptome beim Hund

Abgemagerter Straßenhund leidet unter Leishmaniose

Klassische Krankheitssymptome der Leishmaniose beim Hund sind allgemeine Trägheit, Appetitlosigkeit, verstärkter Durst, Durchfall, Gewichtsverlust oder Lahmheit. Typisch für die Leishmaniose sind Hautläsionen, also kleine offene Hautwunden, die häufig kreisrund sind und nur schlecht verheilen. Gerade Wunden über stark bewegten Gelenken oder Liegeflächen (etwa an den Beinen und Pfoten) verheilen oftmals gar nicht, sondern bleiben offen und nässend. Spanische Hunde zeigen diese offenen Wunden häufig auf der Nase (oft mit Veränderungen der Pigmentierung, mitunter bis zum (teilweisen) Verlust des Nasenspiegels) und offene Wunden an Beinen und Pfoten. Hunde aus Griechenland haben häufig Läsionen am Kopf, die aufgrund der günstigeren Lage leichter verkrusten.

Ausgefranste Ohren, Haarausfall & Co. als Symptome der Leishmaniose

Das „Ausfransen“ der Ohren, also das leichte und mehrfache Einreißen der Ohrenränder, ist ebenfalls eines der typischen Symptome der Leishmaniose. Es wird häufig von einer Schuppenbildung begleitet, die an den Ohren anfängt und sich über den Kopf auf den gesamten Körper ausbreitet. Als Folge der Hautläsionen und der Schuppen kommt es oft zu Haarausfall. Bei Hunden aus Spanien und Italien sind ein büschelweiser Haarausfall an den Hinterbeinen und ein Haarausfall im Gesicht, v.a. um die Augen typisch. Hunde aus Griechenland verlieren oftmals völlig ihr Fell. Auch Schädigungen der Augen sind bekannte Symptome der Leishmaniose. Primär kommt es zu Entzündungen der Augenlider, die mit den Hautläsionen am Kopf einhergehen. Auch Binde- und Hornhaut der Augen können sich entzünden, sowie weitere schwerwiegende Erkrankungen des Auges, die zu Blindheit führen können.

Weitere Symptome der Leishmaniose sind Blutarmut, Verkümmerung der Muskulatur (vor allem im Gesicht und dort auf einer Seite stärker als auf der anderen), viel zu schnelles Wachstum der Krallen und Schwellung der Lymphknoten. Durch die Schädigung der inneren Organe magern befallene Hunde meist binnen kurzer Zeit stark ab. Bei manchen Hunden (vor allem bei Schäferhunden und Schäferhund-Mischlingen) tritt Nasenbluten auf.

Folgen einer Leishmaniose-Erkrankung

Im späteren Verlauf der Leishmaniose kommt es häufig zu einem teilweisen bis völligen Versagen der Organe (primär der Nieren), das häufig von starkem Gestank des Tieres begleitet wird und letztlich zum Tod des Hundes führt.