Gelbfieber

Das Gelbfieber wird durch Stechmücken übertragen

Frau bekommt eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber

Das Gelbfieber ist eine sehr gefährliche, unter Umständen sogar tödliche Erkrankung und trat erstmals wahrscheinlich in Afrika auf. Eine Theorie besagt, dass das Gelbfieber von dort aus mit Beginn des aufkommenden Schiffsverkehrs (im 16. Jahrhundert) nach Südamerika gelangen konnte.

Allerdings mag das Gelbfieber in den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas schon immer vorhanden gewesen sein. Unklar ist, warum das Gelbfieber in den tropischen Gebieten Asiens und Australiens nicht vorkommt, obwohl dort alle Voraussetzungen für das Gelbfiebervirus vorhanden sind.

Das Gelbfieber wurde zunächst als „schwarzes Erbrechen“ bezeichnet, da bei einem schweren Verlauf der Erkrankung blutiges Erbrechen (erbrochenes Blut wird durch Magensäure schwarz gefärbt) auftreten kann. Auslöser des Gelbfiebers sind Flavoviren, die von einigen Stechmückenarten (Haemagogus-, Aedes-Arten) übertragen werden. Das natürliche Reservoir des Virus sind Primaten, aber auch Beuteltiere und Nager zählen in Südamerika zu den „Erregerreservoiren“. Durch Mückenstiche wird das Virus vom Erregerreservoir auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung des Gelbfiebers von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Die Inkubationszeit des Gelbfiebers beträgt drei bis sechs Tage. Nur während dieser Zeit der Virusverbreitung im menschlichen Körper kann das Virus von Stechmücken aufgenommen werden und somit weiter verbreitet werden. In den Verbreitungsgebieten des Gelbfiebers verlaufen die Infektionen meistens mild. Allerdings sind bei Personen, die nicht gegen das Virus immun oder geimpft worden sind, schwere Krankheitsverläufe die Regel.

Symptome von Gelbfieber

Nach der Inkubationszeit beginnt das Gelbfieber mit unspezifischen Symptomen. Es kommt zu hohem Fieber (40 °C). Zusätzlich können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Nach einigen Tagen sinkt das Fieber, die Symptome des Gelbfiebers verschwinden und der Körper kann bestenfalls genesen. Kommt es zu keinem gutartigen Verlauf der Erkrankung, erfolgen ein erneuter Fieberschub und eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Es kommt zum Auftreten von Gelbsucht, Nierenfunktionsstörungen mit Abnahme der Harnmenge, Blutungsneigung (Bluterbrechen, blutiger Stuhl, Haut- und Schleimhautblutungen) und zu Störungen des Zentralnervensystems. Der Tod kann bereits nach sechs bis sieben Tagen durch Nieren- und Leberversagen eintreten.

Gegen Gelbfieber hilft nur eine Schutzimpfung, die eine Schutzwirkung für zehn Jahre gewährleistet und wahrscheinlich auch noch länger anhält. Bei Ländern, in denen Gelbfieber vorkommt, ist diese Impfung eine Voraussetzung für eine Einreisegenehmigung.