Dengue-Fieber

Dengue-Fieber – Ausbreitung und Ansteckung

Tropische Stechmückenart überträgt die Viruserkrankung Dengue-Fieber

Beim Dengue-Fieber handelt es sich um eine Viruserkrankung, die vor allem in den Tropen und Subtropen von Mücken (zum Beispiel Aedes-Arten) übertragen wird. Das Virus des Dengue-Fiebers gehört zur Gattung der Flaviviren und ist mit den Erregern des Gelbfiebers sowie der FSME verwandt.

Die Dengue-Fieber-Viren werden beim Stechen eines infizierten Primaten von einer Mücke aufgenommen und vermehren sich in den Speicheldrüsen der Mücke weiter. Sticht die infizierte Mücke erneut zu, wird das Virus durch den Speichel auf einen anderen Wirt weitergegeben.

Durch den zunehmenden Flugverkehr und die Verbreitung der infizierten Stechmücken hat sich das Dengue-Fieber inzwischen weltweit ausgebreitet. Pro Jahr schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Erkrankungen auf ca. 50 Millionen. Auch mehrere Tausend deutsche Touristen erkranken jährlich am Dengue-Fieber. Die weitläufige Erregerverbreitung begünstigt Mehrfachinfektionen von den insgesamt vier verschiedenen Dengue-Viren-Typen. Eine überstandene Infektion schützt zwar vor einer erneuten Infektion des gleichen Virus-Typs, nicht aber vor einem weiteren Ausbruch des Dengue-Fiebers mit einem der drei anderen verbleibenden Dengue-Viren.

Symptome und Verlauf von Dengue-Fieber

Die Inkubationszeit des Dengue-Fiebers nach einem Mückenstich beträgt rund vier bis zehn Tage. Meistens kommt es zu einem raschen Fieberanstieg, der von starken Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen begleitet wird. Die Lymphknoten sind dabei häufig angeschwollen. Zusätzlich kann es zu einem Hautauschlag im Gesicht und auf der Brust kommen. Das Dengue-Fieber verläuft meist mild und klingt üblicherweise nach rund drei bis sieben Tagen wieder ab. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer schwerwiegenden Erkrankung, wovon vor allem Kinder sowie Mehrfacherkrankte betroffen sind. In diesem Fall kommt es zum so genannten Dengue-Hämorrhagischen Fieber (DHF) oder Dengue-Schock-Syndrom. Hauptsymptome sind nach dem Abklingen der ersten Symptome ein erneuter Fieberschub und es treten innere Blutungen auf, die mit Bluterbrechen und blutigem Durchfall einhergehen können. Bei schweren Blutungen kommt es zum Schock mit akutem Kreislaufversagen.

Schutz vor Dengue-Fieber

Ein Impfstoff gegen das Dengue-Fieber ist bisher nicht vorhanden. Problematisch dabei sind die vier verschieden Dengue-Virus-Typen. Durch einen Impfstoff müsste man gegen alle Dengue-Fieber-Typen eine Immunität erreichen, um die Gefahr einer schweren Mehrfachinfektion auszuschließen. Derzeit werden verschiedene Tot- und Lebendimpfstoffe geprüft. Da das Dengue-Fieber nur symptomatisch behandelt werden kann, sollte in den Hauptübertragungsgebieten an den nötigen Insektenschutz gedacht werden (Repellentien, Moskitonetze).