Krankheitsüberträger Mücke

Mückenstiche lösen nicht nur Allergien aus

Stechmücken übertragen Viren, Bakterien und Parasiten Mücken sind nicht nur lästig sondern vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten Überträger zahlreicher Krankheitserreger. Viren, Bakterien und Parasiten gelangen durch den Mückenstich über das Blut in den Menschen und können dort zu einer Infektion führen. So übertragen Stechmücken beispielsweise das West-Nil-Virus oder die Japanische Enzephalitis. Europäische Stechmücken und Stechinsekten tragen die gefährlichen Viren bislang nicht in sich, da die Erreger höhere Umgebungstemperaturen brauchen, um überleben zu können. Deshalb muss man hierzulande eine Mücke als Krankheitsüberträger noch nicht fürchten. Lediglich Substanzen aus dem Mückenspeichel können bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen.

Ungefährliche Mückenarten

Nicht jede Mücke ist ein Krankheitsüberträger. Der Großteil der Mückenarten sticht sogar überhaupt nicht. So saugen Schnaken (Tipulidae), Wintermücken (Trichoceridae) und Zuckmücken (Chironomidae) beispielsweise kein Blut. Unter den blutsaugenden Arten stechen nur die weiblichen Tiere, da sie für die Bildung der Eier Blut benötigen. Die männliche Mücke ernährt sich dagegen nur von Blütensäften und braucht keine Blutmahlzeit.

Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden

Stechmücken (Culicidae) übertragen derzeit etwa 100 bekannte Virentypen auf den Menschen, von denen viele Viren Hirnhautentzündungen auslösen können. Fiebermücken oder Gabelmücken (Anopheles) übertragen in den Tropen und Subtropen beispielsweise Plasmodien, die Erreger der Malaria. Aedes-Mücken, dazu zählen die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und die Tigermücke (Aedes albopictus, heute: Stegomyia albopicta), sind Krankheitsüberträger von Gelbfieber und Dengue-Fieber.

In Afrika und Amerika sind einige Kriebelmücken-Arten (Simuliidae) Krankheitsüberträger von Fadenwürmern. Ein bekannter Fadenwurm beim Menschen ist Onchocerca volvulus. Dieser Parasit ist der Erreger der Flussblindheit (Onchozerkose) und führt zu kartoffelgroßen Gewebeknoten, die an Beinen, Rumpf und auch am Kopf entstehen können. Die Fadenwürmer (Filarien) können dort bis zu 15 Jahre überleben. Zur Blindheit führt die Erkrankung erst, wenn aus der Bindegewebskapsel so genannte Mikrofilarien auswandern. Die Mikrofilarien werden nur von den weiblichen Fadenwürmern abgegeben und sind in der Lage im ganzen Körper umherzuwandern. Schließlich gelangen sie in die Augen und lösen dort Hornhauttrübungen aus oder schädigen den Sehnerv.